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Der Vorstand
 

Die Stellung des Vorstands ist eigentlich relativ einfach zu erklären:

§ 27 GenG verschafft dem Vorstand die alleinverantwortliche Stellung in der Genossenschaft.

§ 16 der Satzung verpflichtet den Vorstand einer Genossenschaftsbank  die Geschäfte entsprechend genossenschaftlicher Zielsetzung zu führen

Diese genossenschaftliche Zielsetzung ist in § 2 Abs. 1 der Satzung unmissverständlich konkretisiert und gibt dem Vorstand den Handlungsrahmen vor innerhalb dem er seine Aufgabe zu erfüllen hat. Und dieser Handlungsrahmen und der dazugehörige Auftrag  lautet: Zweck der Genossenschaft ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder. 

Das bedeutet nicht mehr und nicht weniger, dass die Mitglieder der Genossenschaft mit dieser Bestimmung dem Vorstand den Auftrag gegeben haben, mit allen Geschäften die in § 2 Abs. 2 der Satzung definiert sind, die Mitglieder zu fördern und nur Geschäfte zu tätigen, von denen die Mitglieder den größten Nutzen haben.

§ 34 Abs. 1 GenG spricht vom Vorstand als ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiter einer Genossenschaft. In den damaligen Erläuterungen zum Genossenschaftsgesetz erläutert dies der Gesetzgeber wie folgt: Damit wird zum Ausdruck gebracht, daß die Vorstandsmitglieder nicht nur Unternehmensleiter sind, sondern auch den ihnen von den Genossen erteilten Förderungsauftrag zu beachten haben. (BT-DR 7/97 v. 05.02.1973)

Alles zusammen bedeutet:
Nicht die Mitglieder haben deshalb eine Förderung nachzufragen, es ist der geschäftsführende alleinverantwortliche Vorstand, der diese Förderung bei jedem Geschäft mit Mitgliedern ungefragt vorzunehmen hat.

Und es bedeutet auch, dass der Vorstand selbst derjenige sein muss, der die Förderung der Mitglieder von sich aus,   also ohne vorherige Aufforderung durch das Mitglied, vornehmen muss.

Denn Satzung und Gesetz binden den Vorstand !