Der Unterschied oder die Nicht-Übereinstimmung der Rechtsform “eingetragene Genossenschaft”  zu allen anderen Gesellschaftsformen
liegt deshalb einzig und allein am Gewinn .

Und natürlich behaupte ich das nicht einfach, sondern lasse einfach andere sprechen.

Auch der Bundesfinanzhof sieht das schon lange so und führt in der Begründung eines Urteil aus;
......................weil die Genossenschaft auf bestimmte Zwecke ausgerichtet ist, während die Kapitalgesellschaften jeden Zweck verfolgen können insbesondere aber, weil nicht die Förderung wirtschaftlicher Zwecke schlechthin, sondern die Förderung des Erwerbs oder der Wirtschaft der Mitglieder mittels gemeinschaftlichen Geschäftsbetriebes das Ziel der Genossenschaft ist. Die wirtschaftliche Aufgabenstellung der Genossenschaft als Hilfsfunktion für die Betriebe und Wirtschaften ihrer Mitglieder wird damit zum rechtlichen Begriffsmerkmal. Der Geschäftsbetrieb ist darum nicht auf die Erzielung von Gewinnen, sondern auf die Vermittlung von Ersparnissen für die Mitglieder der Genossenschaft, die zugleich ihre Kunden sind, gerichtet. Die Überschüsse, die durch den gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb erzielt werden, sind deshalb dem Genossenschaftsgedanken gemäß nicht als Gewinn im kapitalistischen Sinne, sondern als Ersparnisse anzusehen.

Vermögen kann man nur mit Gewinnen aufbauen.  Wenn nun z.B. in einer Genossenschaftsbank im Geschäftsbetrieb mit bei Geschäften mit Mitgliedern gemachte Gewinne  als Ersparnisse anzusehen sind, dann sind es keine Gewinne die das Vermögen der Genossenschaftsbank erhöhen sondern es sind Beträge die den Mitgliedern zuviel berechnet wurden.
Und  solche den Mitgliedern zuviel berechnete Beträge darf die Genossenschaftsbank - eben genau wegen des zwingenden Zweck der Mitgliederförderung - nicht für sich behalten.  Sie muss diese Beträge den Mitgliedern zurückgeben. Schließlich wurden diese zu Lasten der Mitglieder verdient.

Die beste Möglichkeit diese Beträge den Mitgliedern wieder zurückzugeben ist natürlich sie vorher gar nicht zu berechnen sondern lediglich auf eigene Kostendeckung der Genossenschaft zu achten und bei Geschäften mit Mitgliedern keinen Gewinnaufschlag vorzunehmen.

Die einzige weitere Möglichkeit besteht in der, vom Gesetzgeber extra für Genossenschaften geschaffen -  Möglichkeit der “genossenschaftlichen Rückvergütung”.

Für beide Möglichkeiten gilt jedoch:  Es müssen alle Mitglieder gleich behandelt werden.

Wenn Sie jetzt meinen, eine Genossenschaftsbank müsse doch Gewinne erzielen weil sie eine Bank ist, dann gibt es dafür noch das Geschäft mit Kunden die keine Mitglieder sind.

Und bei Geschäften mit Kunden die keine Mitgleider sind, können die Genossenschaftsbanken - wie andere Banken - auch soviel verdienen wie sie lustig sind oder wie lange die Bankkunden das mitmachen.

Denn das Geschäft mit Nichtmitgliedern soll in einer Genossenschaft nur dazu dienen, die Mitglieder noch besser fördern zu können.
 

 

So einfach ist Genossenschaft

Über das Wesen und dem zwingenden gesetzlichen Auftrag einer "eingetragenen Genossenschaft" (eG)
 

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